Energiesysteme für Daheim

Welche Energiesysteme, die auf der Verwendung von erneuerbaren Ressourcen oder Energien basieren, können bereits jetzt daheim genutzt werden?

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In oder an Wohnungen

Der Klassiker ist nach wie vor einer der am weitesten verbreiteten – die Fotovoltaikanlage. Mit einer modernen Fotovoltaikanlage kann man sich schon weitestgehend autark vom herkömmlichen Stromnetz selbst mit Strom versorgen. Nur in den dunklen und sonnenarmen Monaten zwischen Oktober und März kann es besonders in den gemäßigten Zonen zu Versorgungsengpässen kommen, die es zu überbrücken gilt. Die Solarpaneele können auf größeren freien Flächen und Hausdächern installiert werden. Der produzierte Strom kann für eine gewisse Zeit in hauseigenen Akkusystemen zwischengespeichert werden. Bei Bedarf wird dieser dann im eigenen Stromnetz genutzt. Überschüssige Energie kann je nach System auch an Energiekonzerne verkauft werden. Derzeit kann man im deutschen Raum fast zwei Drittel der herkömmlichen Energiekosten einsparen, wenn man zum Selbstversorger wird und seinen eigenen Strom produziert. Ein weiterer Vorteil ist der, dass einen die eigene Stromerzeugung dazu befähigt, beispielsweise auch Elektrofahrzeuge aufzuladen. Dafür muss lediglich ein entsprechendes Aufladeadapter installiert werden.

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Unterirdische Geothermie

Um sich die Energie der Erdwärme nutzbar zu machen, kann man anstelle einer gewöhnlichen Verbrennerheizung eine Geothermieanlage installieren lassen. Bei der oberflächennahen Geothermie werden Bohrungen bis zu 400 Meter Tiefe vorgenommen und mithilfe einer Pumpe die in der oberen Erdschicht befindliche thermische Energie angezapft. Bei geringeren Tiefen muss die Trägerflüssigkeit mittels einer Wärmepumpe aufgeheizt werden. Es gibt verschiedene Methoden, die Energiequellen dienbar zu machen. Bei der Sondenmethode wird eine etwa 100 Meter tiefe Bohrung gemacht und die Sonde in den Schacht eingebracht. Diese nimmt die Erdwärme auf und leitet sie mithilfe einer Trägerflüssigkeit in die Heizungsanlage. Anstelle einer Sonde können auch großflächigere Kollektoren in einer geringeren Tiefe von nur etwa einem Meter unterirdisch in Oberflächennähe eingebracht werden. In der Wärmepumpe wird die Trägerflüssigkeit verdichtet und mithilfe von zusätzlichem Strom auf eine höhere Temperatur gebracht, um die Ergiebigkeit zu erhöhen. Die gewonnene aufbereitete Erdwärme wird gespeichert und kann direkt zur Beheizung in Heizkörpern, in der Fußbodenheizung oder zur Versorgung mit Warmwasser im Badezimmer und in der Küche genutzt werden. Ironischerweise kann die in Energie umgewandelte Erdwärme auch für Kühlsysteme in der Wohnung nutzbar gemacht werden.